Kommunale Betätigung bei Sparkassen

In der 215. Vergleichende Prüfung haben wir die 35 Kommunen untersucht, die Träger der 32 hessischen Sparkassen sind. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse der Prüfung.

Geprüfte Trägerkommunen

Lage der Träger
Lage der Träger oder federführenden Mitglieder von Sparkassenzweckverbänden

Wichtige allgemeine Kennzahlen

Kennzahlen der deutschen und hessischen Sparkassen 2016 und 2017

Sparkassen in Deutschland1)

Sparkassen in Hessen2)

Sparkassen in Deutschland1)

Sparkassen in Hessen2)

2016

2017

Sparkassen

403

33

390

323)

Geschäftsstellen

13.779

891

13.305

772

Mitarbeiter

224.671

15.840

216.117

15.154

Bilanzsumme 1.173,1 Mrd. € 76,0 Mrd. € 1.200,0 Mrd. € 78,9 Mrd. €

1)  Alle Sparkassen im Bundesgebiet einschließlich hessischer Sparkassen in kommunaler Trägerschaft sowie der Frankfurter Sparkasse (in der Trägerschaft der Landesbank Hessen-Thüringen)
2)  Hessische Sparkassen in kommunaler Trägerschaft ohne Frankfurter Sparkasse
3)   ohne Sparkasse Felsberg, die mit der Kreissparkasse Schwalm-Eder in 2017 rückwirkend fusionierte
Quellen: Jahresberichte 2016 und 2017 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen und der Frankfurter Sparkasse

Abführungen der Sparkassen

In der Grafik kann man erkennen, dass lediglich 13 der 32 Sparkassen an ihre Träger abführen.

Abführungen der Sparkassen
Abführungen hessischer Sparkassen im Jahr 2016

Abführungen der hessischen Sparkassen an ihre Träger im Jahr 2016 und Ergebnisverbesserungspotenzial in Millionen Euro

Träger

Zielwert für Abführungen1)
(Ein Drittel des
Jahresüberschusses)

Tatsächliche Abführung2)
(anteilig)

Ergebnisverbesserungs-
potenzial

Städte

Bad Hersfeld

0,3

0,1

0,2

Borken (Hessen)

0,1

0

0,1

Darmstadt

3,2

3,0

0,2

Fulda

1,0

0,3

0,7

Grebenstein

0,1

0

0,1

Marburg

0,7

1,2

k.E.

Offenbach am Main

0,3

0

0,3

Landkreise

Schwalmstadt

0,2

0

0,2

Darmstadt-Dieburg

2,2

2,0

0,2

Fulda

1,8

0,6

1,2

Groß-Gerau

1,6

1,5

0,1

Hersfeld-Rotenburg

1,4

0,6

0,8

Limburg-Weilburg[Limburg]

0,8

0

0,8

Limburg-Weilburg[Weilburg]

0,5

0

0,5

Main-Kinzig[Gelnhausen]

0,5

0

0,5

Main-Kinzig[Schlüchtern]

0,3

0

0,3

Marburg-Biedenkopf

2,3

3,5

k.E.

Odenwald

0,8

0,2

0,6

Schwalm-Eder

0,5

0

0,5

Landkreise

Vogelsberg

0,9

0

0,9

Waldeck-Frankenberg

0,9

0

0,9

Werra-Meißner

1,0

0,5

0,5

Wetterau

2,7

0

2,7

Sparkassenzweckverbände

ZwV der Sparkasse Battenberg

0,1

0

0,1

SpZwV Bensheim

0,8

0

0,8

SpZwV Dieburg

2,3

3,0

k.E.

SpZwV Dillenburg

0,7

0

0,7

SpZwV Gießen

0,8

0,3

0,5

SpZwV Grünberg

0,4

0

0,4

SpZwV Hanau

3,0

6,0

k.E.

SpZwV Heppenheim

2,2

2,0

0,2

SpZwV Kassel

3,3

6,5

k.E.

SpZwV Langen-Seligenstadt

2,7

1,3

1,4

SpZwV Laubach-Hungen

0,1

0

0,1

SpZwV Nassau

17,0

0

17,0

SpZwV Taunus

2,7

0

2,7

SpZwV Wetzlar

1,0

0

1,0

Gesamt

61,2

32,6

37,2

1) Ein Drittel des Jahresüberschusses muss den Rücklagen zugeführt werden. Die übrigen zwei Drittel sind theoretisch für Abführungen verfügbar. Die Überörtliche Prüfung legt als Zielwert eine Abführungsquote in Höhe eines Drittels des Jahresüberschusses der Sparkassen zugrunde.
2) Abführung an den Träger ausgehend vom Beschluss des Verwaltungsrats.
k.E. = kein Ergebnisverbesserungspotenzial
ZwV = Zweckverband
SpZwV = Sparkassenzweckverband
Quelle: Auskünfte der Träger, Eigene Erhebungen, Jahresabschlüsse der Sparkassen

Eigenkapital der Sparkassen

Das bilanzielle Eigenkapital der Sparkassen ist seit 2009 weiter gewachsen: von 4,0 Milliarden Euro auf 5,1 Milliarden Euro in 2016. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von 27,5 Prozent. Neben dem bilanziellen Eigenkapital finanzieren die Sparkassen aus ihren Gewinnen auch den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Dieser Fonds hat sich von 2009 auf 2016 mehr als verzehnfacht: von 260 Millionen Euro auf rund 2,9 Milliarden Euro. Bezieht man diesen Fonds mit ein, so ergibt sich im Durchschnitt eine Quote für das harte Kernkapital in 2016 von 10,6 Prozent. Damit erfüllen alle hessischen Sparkassen die Anforderungen nach BASEL III deutlich.

Eigenkapital-Quote II
Eigenkapitalquoten der hessischen Sparkassen im Jahr 2016 (EK-Quote II)