Hebesätze Grundsteuer B

Hessen hat nach NW und SN die höchsten Hebesätze der Grundsteuer B. Sie liegen 2017 im Durchschnitt bei 470 Prozent und damit über den Flächenländerdurchschnitt von 452 Prozent.

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Ländervergleich Grundsteuer B
Ländervergleich der Hebesätze der Grundsteuer B

In den letzten fünf Jahren haben sich die hessischen Werte erhöht: 2013 lag der hessische Durchschnitt noch bei 381 Prozent, mithin knapp 90 Prozentpunkte unter dem heutigen Wert. Gleichzeitig lag der hessische Wert seinerzeit noch unter dem Flächenländerdurchschnitt. Letzterer lag 2013 bei 417 Prozent.

Den höchsten Hebesatz innerhalb von Hessen hat aktuell (Stand Ende 1. Quartal 2019) Lautertal (Odenwald) mit 1.050 Prozent. Den niedrigsten Hebesatz innerhalb von Hessen hat die Stadt Eschborn mit 140 Prozent (Stand Ende 1. Quartal 2019).

Nach der Statistik über den Steuerhaushalt 2018 des Statistischen Bundesamtes liegt das kassenmäßige Aufkommen der Grundsteuer B in Hessen im Jahr 2018 bei 1.144,7 Mio. Euro (2017: 1.129,2 Mio. Euro; 2016: 1.085,5 Mio. Euro).

Taunusstein hat als erste hessische Kommune eine Nachhaltigkeitssatzung verabschiedet. Sie sieht die Anpassung der Grundsteuer B erst als Ultima Ratio zur Erreichung des Haushaltsausgleiches vor und wurde dafür von der Überörtlichen Prüfung hervorgehoben (siehe Kommunalbericht 2014)

Nachdem die hessischen Kommunen in der Vergangenheit im Flächenländervergleich tendenziell unterdurchschnittliche Hebesätze erhoben, lagen die Kommunen ab 2015 bei der Grundsteuer B über dem Durchschnitt.

Zeitverlauf Grundsteuer B
Vergleich der durchschnittlichen Hebesätze der Grundsteuer B und aller Flächenländer von 2012 bis 2018.