Hessischer Verdienstorden für ehemaligen Präsidenten Prof. Dr. Manfred Eibelshäuser

Am 11. November 2016 wurde dem ehemaligen Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs, Prof. Dr. Manfred Eibelshäuser, der Hessische Verdienstorden verliehen. Damit würdigt die Landesregierung den außerordentlichen Einsatz von Manfred Eibelshäuser in seiner Zeit als Präsident des Hessischen Rechnungshofs, der sowohl den Rechnungshof selbst nach den neuen Herausforderungen umgestaltet als auch das Land auf dem Weg zur modernen Finanzkontrolle entscheidend unterstützt und vorangebracht hat.

Am 11. November 2016 wird dem ehemaligen Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs, Prof. Dr. Manfred Eibelshäuser, der Hessische Verdienstorden verliehen.

Prof. Eibelshäuser war von 2001 bis 2013 Präsident des Rechnungshofs. Diese Zeit war geprägt von einem Umbruch in der hessischen Landesverwaltung. So wurde die Kameralistik von der Doppik abgelöst und eine moderne und transparente Rechnungslegung für die Landesfinanzen etabliert. Ganz bewusst hat der damalige Ministerpräsident Roland Koch den ausgewiesenen Finanzexperten im Jahr 2001 an die Spitze der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle geholt. Er begleitete und unterstützte das Land Hessen bei der Umstellung auf das kaufmännische Rechnungswesen, was ihm auch in hervorragender Weise gelang: Als erstes Flächenland legte Hessen im Jahr 2009 eine Eröffnungsbilanz vor. Parallel dazu entwickelte Eibelshäuser den Rechnungshof zu einer modernen Finanzkontrollbehörde, in der Verwaltungsexperten, Juristen, Kaufleute, Forstwirte, Ingenieure und Wirtschaftsprüfer gemeinsam an den Prüfungs- und Beratungsprojekten arbeiten.

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften, das er 1982 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main mit der Promotion zum Dr. rer. pol. abschloss, war Manfred Eibelshäuser zunächst 3 Jahre Referent im Bundesministerium für Wirtschaft. 1985 trat er in den Bundesrechnungshof ein, in dem er insgesamt 16 Jahre in verschiedenen Funktionen verbrachte, zuletzt als richterlich unabhängiges Mitglied. Daneben war er federführender Verfasser und später Herausgeber der Standardkommentierung zur Haushaltsordnung „Heuer, Kommentar zum Haushaltsrecht“.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit hatte er ab 1994 einen Lehrauftrag am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der im Jahr 2000 in die Ernennung zum Honorarprofessor mündete.

Nach dem Ende seiner Amtszeit als Präsident engagiert sich Eibelshäuser ehrenamtlich im Verwaltungsrat des Bundes der Steuerzahler Hessen e.V. Zudem ist er ehrenamtliches Ratsmitglied und Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Mit dem Hessischen Verdienstorden würdigt die Landesregierung den außerordentlichen Einsatz von Manfred Eibelshäuser in seiner Zeit als Präsident des Hessischen Rechnungshofs, der sowohl den Rechnungshof selbst nach den neuen Herausforderungen umgestaltet als auch das Land auf dem Weg zur modernen Finanzkontrolle entscheidend unterstützt und vorangebracht hat.

Der aktuelle Präsident des Hessischen Rechnungshofs, Dr. Walter Wallmann, betont:
„Der Hessische Rechnungshof nimmt diese Ehrung seines ehemaligen Präsidenten mit großer Freude zur Kenntnis. Schließlich profitiert der Rechnungshof auch heute noch spürbar von den strukturellen und personellen Entwicklungen, die Eibelshäuser in seiner Zeit umgesetzt und angestoßen hat.
Alle Mitarbeiter des Rechnungshofs und auch des Prüfungsamts des Rechnungshofs mit Sitz in Kassel freuen sich über diese herausragende Würdigung ihres ehemaligen Präsidenten. Eibelshäuser hat die hessische Finanzkontrolle mit großer Kenntnis, sehr hohem Einsatz und mit viel Fingerspitzengefühl aufgestellt und entwickelt. Deswegen gebührt ihm unser aller Dank und deswegen finden wir, dass er die Ehre dieses Ordens auch verdient hat.“