In Darmstadt fand diese Woche ein Workshop statt, bei dem erste Erkenntnisse aus einem gemeinsamen KI-Projekt der Rechnungshöfe aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen vorgestellt wurden. Auch Kolleginnen und Kollegen aus Österreich waren virtuell zugeschaltet, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen der KI in der öffentlichen Finanzkontrolle zu diskutieren.
„Die Digitalisierung verändert auch die Arbeit der Rechnungshöfe grundlegend. Künstliche Intelligenz bietet große Potenziale für unsere Prüfverfahren, sei es in der Analyse großer Datenmengen oder in der Erkennung von Auffälligkeiten. Gleichzeitig müssen wir genau abwägen, wo und wie wir dieses Instrument verantwortungsvoll einsetzen“, betont Frau Prof. Dr. Mandt, Präsidentin des Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen.
Während des Workshops wurden zentrale Fragestellungen erörtert, darunter die Möglichkeiten und Grenzen des KI-Einsatzes im Prüfgeschehen. Dabei wurde deutlich, dass die Technologie noch weitere Entwicklungen erfordert, um ihr volles Potenzial in der öffentlichen Finanzkontrolle entfalten zu können.
„Unsere Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg ist entscheidend, um voneinander zu lernen und gemeinsam an praxisnahen Lösungen zu arbeiten. Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Österreich hat uns wertvolle neue Perspektiven eröffnet“, erklärt Herr Dr. Wallmann, Präsident des Hessischen Rechnungshofs.
Am zweiten Veranstaltungstag wurden die gewonnenen Erkenntnisse durch Vorträge von Experten aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg weiter vertieft. Die Rechnungshöfe sehen in Künstlicher Intelligenz eine Technologie, die die Arbeit der öffentlichen Finanzkontrolle nachhaltig verändern kann – vorausgesetzt, sie wird mit Bedacht und hoher fachlicher Expertise eingesetzt.
„KI wird unsere Arbeit nicht ersetzen, aber sie kann uns helfen, effizienter und gezielter zu prüfen. Entscheidend ist, dass wir die Entwicklung aktiv begleiten und die richtigen Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvollen Einsatz schaffen“, fasst Frau Dr. Ruppert, Präsidentin des Rechnungshofs Baden-Württemberg, zusammen.