Am 19. Oktober wurde das Gebäude des Ukrainischen Rechnungshofs in Kiew bei einem russischen Angriff schwer beschädigt. Der Präsident des Hessischen Rechnungshofs, Uwe Becker, drückte heute seiner ukrainischen Kollegin Präsidentin Olga Pishchanska seine Solidarität aus und unterstrich die Verbundenheit beider Institutionen.
„Dieser Angriff auf unseren befreundeten Rechnungshof steht symbolisch für die russische Vernichtungsabsicht der Demokratie in der Ukraine, denn die unabhängige Finanzkontrolle ist eine der auch verfassungsmäßig geschützten Säulen jedes demokratischen Rechtsstaates. Ohne die Existenz und Unabhängigkeit unserer Institutionen sind Korruption, Misswirtschaft und Machtmissbrauch Tür und Tor geöffnet. Ein solch gezielter Angriff gerade auf die „Accounting Chamber of Ukraine“ seht damit auch für den Angriff das unter schwierigsten Bedingungen funktionierende Staatswesen der Ukraine. Meine Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen in Kiew, mit denen wir seit Jahren in engem Austausch stehen, gerade auch um den Weg der Ukraine in die europäische Familie der EU hinein auch institutionell zu unterstützen“, so der Präsident des Hessischen Rechnungshofs Uwe Becker.
In den zurückliegenden Jahren hat es bereits auch auf Bitten des Bundesrechnungshofes einen engen Austausch zwischen beiden Rechnungshöfen zu Fragen der Resilienz sowie der Digitalisierung gegeben.