Statement Rechnungshofspräsident Uwe Becker

Präsident des Hessischen Rechnungshofs

Wer staatliches Handeln auf das Notwendige begrenzt, hat auch die Ressourcen, das Notwendige wirksam zu gestalten.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

der Hessische Rechnungshof nimmt die zentrale Rolle bei der Kontrolle staatlicher Finanzen ein. Wir prüfen unabhängig, decken Schwächen auf und geben Impulse für bessere Lösungen. Unsere Arbeit stärkt die Effizienz staatlichen Handelns und das Vertrauen der Menschen in die Institutionen. Schließlich lebt Demokratie davon, dass genau hingeschaut und Verantwortung übernommen wird.

Für uns stehen hinter allen Zahlen Menschen, Familien, Unternehmen und Institutionen, die unser Land formen. Deshalb geht es bei soliden Finanzen nicht nur um Haushaltszahlen, sondern um die Lebensrealität in Hessen, um ihre Bedürfnisse, ihre Erwartungen und ihre Zukunft.

Im Mittelpunkt unseres Handels steht die Frage: Werden öffentliche Mittel verantwortungsvoll, ordnungsgemäß, zielgerichtet und wirtschaftlich genutzt?

Ich bin der Meinung, dass wir angesichts der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf uns und unser Land – Staat neu denken müssen. Dabei muss staatliches Handeln auf das Notwendige begrenzt werden, um Raum zu schaffen, das Notwendige wirksam zu gestalten.

Deshalb braucht es klare Prioritäten, konsequente Entscheidungen, einen starken und gleichzeitig schlanken und digitalen Staat und den Mut, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nur so bleiben Handlungsspielräume erhalten – auch für kommende Generationen.

Als Rechnungshof verstehen wir es als unsere Aufgabe, durch Transparenz das Fundament für einen modernen, zukunftsfähigen Staat zu legen, der verantwortungsvoll mit den Ressourcen seiner Bürgerinnen und Bürger wirtschaftet.

Transparenz schafft Vertrauen und Vertrauen ist die Grundlage einer starken Demokratie.

Ihr

Uwe Becker
Präsident, Hessischer Rechnungshof